Meine Kommentare zu politischen und menschlichen Themen.
Dies sind weder Meinungen noch Standpunkte der Piratenpartei. Ich bin Mitglied der Partei, halte jedoch keine Funktion inne. Auch muss ich nicht richtig liegen und keiner muss sich mir anschließen. Ich poste nur meine Gedanken, macht euch eure eigenen.
Für Antworten, am besten per twitter @piratsango

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10th June 2010

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Die Merkel der letzten Tage, oder die letzten Tage der Merkel?

So richtig ging die Show ja los, als Horst Köhler zurücktrat. Da wurde schnell hinter verschlossenen Türen beschlossen wer der neue Präsident sein soll. Wie immer völlig intransparent. Auf einmal stand er da: Christian Wulff. Und damit war für die Kanzlerin die Sache gegessen. Leider traf ihr Wunschkandidat nicht bei jedem auf Gegenliebe und auch ihre Koalitionspartner liebäugeln mit anderen Kandidaten. Was nur demokratisch ist und eigentlich auch Sinn der Sache ist. Jeder Gesandte der Bundesversammlung hat ja für den besten Kandidaten für das Amt zu stimmen. Parteienpolitik sollte es bei so einem Amt eigentlich nicht geben. Es ist schon schlimm genug, dass man als Partei einen Kandidaten aufstellt. Keiner traut sich ohne Rückenhalt einen Kandidaten aufzustellen obwohl jeder in der Bundesversammlung das Recht dazu hat. Aber ok, hat sich leider so eingebürgert.

Als dann auch die Presse Wind gegen Wulff machte, zog sich Merkel anscheinend in dunkle Hinterkammern zurück um dort mit anderen über ein Sparpaket zu bestimmen. Das ein Sparpaket nötig ist, ist keine Frage. Nur wie schon beim Bundespräsidenten kam man aus der Kammer nicht mit einem Vorschlag sondern mit einem Plan der am besten so durchgewunken werden sollte. Auch hier gab es Gegenwind, wieder von ihrem Koalitionspartner FDP, soviel dass sie nun schon sauer sagt, man solle endlich aufhören zu diskutieren sondern handeln. Kommt einem schon leicht sauer vor. http://www.tagesschau.de/inland/sparpaket146.html

Damit aber noch nicht genug. Jetzt kommt Opel. Brüderle, ganz im Sinne des Sparpaketes, sagt es gibt keine Unterstützung, 1. ist das nicht Fair gegenüber den anderen Autoherstellern und 2. GM hat genug Geld um das alleine hinzubekommen. Gute Entscheidung wie ich finde. Auch wenns doof ist für die Angestellten, aber man muss nicht alles retten. Hätte man bei manchen Banken auch machen können, aber Banken sind nunmal essentieller als Autoherrsteller. Jetzt ist nun die kleine schon leicht köchelnde Kanzlerin noch genervter und stellt sich gegen ihre Minister und will nun, ausserhalb ihrer Kompetenz, handeln und mit den Ländern verhandeln. Die Sache ist, Ländersache ist nunmal Ländersache und nicht Bundessache. Wenn der Bund sagt, wir zahlen nicht, kann die Kanzlerin den Ländern auch kein Geld versprechen.

Um ganz ehrlich zu sein, es wird kritisiert, dass die Angestellten von Opel seit einem Jahr hingehalten werden, wie bei vielem, wäre es diesen wohl lieb und recht endlich überhaupt eine Entscheidung zu haben und nicht noch länger hingehalten werden. Zudem vermute ich ganz stark, wenn der Bund kein Geld locker macht, wird wahrscheinlich ganz überraschend von GM doch noch eine Finanzspritze auftauchen. Man kann den Managern viel unterstellen, aber ich glaube diese Pokern auch ganz gewaltig mit der deutschen Gutmütigkeit.

Unterm Strich bleibt, Merkel ist angeschlagen. Die FDP will sich profilieren und das geht nur gegen Merkel. Ich war noch nie sonderlich von ihr begeistert. Ich mag eher Schrödertypen die auch mal Sachen anpacken und nicht ewig warten um am Ende irgendwann mal ein Machtwort zu sprechen. Da kann man als Kanzler meist nichts falsch machen, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und jede Aktion bringt irgendwas, was immer gut aussieht. Ähnlich wie damals als Beckenbauer kurzfristig Trainer der Nationalmannschaft wurde, er konnte nicht verlieren. Entweder klappts oder es klappte nicht, aber dann wars nicht seine Schuld, weil er hatte ja keine Zeit richtig zu arbeiten.

Bleibt nur die Hoffnung, dass endlich mal wieder was passiert und die WM nicht wieder für böse Überraschungen hinter unserem Rücken ausgenutzt werden. War letztes mal auch schon so. Wenn interessieren schon Sparpläne und Bundespräsidenten wenn Deutschland die WM gewinnt?!

Also hoffen wir, dass Deutschland gewinnt und nicht nur im Fussball!

(Picture Source: http://www.flickr.com/photos/quinnanya/ CC-BY-SA http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

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9th June 2010

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Zeitungssterben in Deutschland?! Anscheinend nicht. →

9th June 2010

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Kachingle

Nach Flattr jetzt auch noch Kachingle

Ja jetzt hab ich auch noch Kachingle drauf… ich versuchs wirklich mit allen Mitteln. :)
Warum nun auch noch Kachingle, also Kachingle scheint ein anderes Prinzip zu haben. Nicht wie bei Flattr, wo ich sage “ich mag diesen Artikel” und gebe für diesen Geld, ist es bei Kachingle eher so, ich mag die Seite und die Seite bekommt mehr Geld wenn ich diese häufiger besuche.
Ich hatte bei Flattr ja kritisiert, dass ich Blogs jeden Monat flattrn muss wenn ich die gut finde, bzw. jeden Artikel und so weiter. Bei Kachingle klick ich auf “kachinglen” oder wie auch immer und immer wenn ich die Seite besuche bekommt die Seite wieder was vom Kuchen. Also gerade bei Seiten die ich zwar öfter besuche ich aber nichts spezielles gut finde, also eher die Seite an sich, nicht spezielle Posts, sollte dieses Kachingle besser geeignet sein.
Ich sehe da z.B. meinen “Funblog” die einzelnen Beiträge würde ich nie NIE NIE erwarten, dass die jemand flattrt, darum haben diese nichtmal einen eigenen Button. Vorallem weil die Inhalte dort nicht meine sind, wenn jemand dafür Geld bekommen sollte dann der Urheber. Bei Kachingle würde ich jetzt für den Blog an sich Geld bekommen, womit ich schon einverstanden bin, weil die Wartung und Füllung des Blogs ist ja immernoch meine Arbeit.
Vorallem ist das meist ein “Im vorbeisurfen”-Geschäft, also anschauen - bis zum nächsten mal. Wenn man jetzt einmal sagt ich “kachingle” das, wird dies berücksichtigt und ich kriege ein wenig für diese Vorbeigeh-geschäfte. So wird die Arbeit an sich gewürdigt und nicht der einzelne Post.
Auch bei Foren kann ich mir das gut vorstellen. Forenbetreiber haben oft hohe kosten gerade wenn es viel Traffic gibt, ganz abgesehen von rechtlichem Kram mit bösen Usern etc. Wenn ich jetzt also fast täglich in einem Forum rumhänge, was sollte ich da flattrn? Aber Kachingle registriert, dass ich diese Seite wohl oft besuche und vergütet das.
Auch gut finde ich, sollte man doch mal eine Seite gut gefunden haben, aber irgendwie doch nie besuchen, wirkt sich das natürlich auch so aus. Also muss man sich nicht wirklich scheuen zu kachinglen. Gerade bei Techblogs finde ich das gut, man kommt doch ab und zu bei diesen vorbei, auch wenn man die Seiten selber meist vergisst kommt man durch Google oft auf gleiche Seiten. Dies war auch die Motivation von der Gründerin. Gute Idee finde ich.

Also Schlussfolgerlich, Flattr wenn man einzelne Beiträge “verwerten” möchte, Kachingle wenn man den Service an sich würdigen will. Wie schon oft gesagt wurde in Netz, beides kann gleichzeitig verwendet werden und macht auch Sinn. Beide Seiten sind im Aufbau und noch muss sich das weiter rumsprechen. Aber ich mach da jetzt mal mit. Mal schauen was so passiert.

Also www.kachingle.com

Hier trotzdem der Flattrbutton ;)

(Picture Source: : http://www.flickr.com/photos/pfala / CC BY ND 2.0)

Tagged: kachingleflattr

7th June 2010

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Das Firefox Oil-Spill Plugin →

Alle Nennungen von BP und Ölteppich betreffenden Begriffe werden mit einem schwarzen Ölfleck versehen. Gute und lustige Idee für ein übles Problem… denn neben den teilweise kläglichen Aktionen gegen den Ölteppich selber arbeitet BP vorallem an ihrem Image, das soll den Ölfleck besser überleben als die Vögel und das Ökosystem der Golfregion.

Tagged: bpoilspillfirefoxnature

4th June 2010

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Demokratie statt Parteitaktik! →

Kommentar zur Kandidaten-Auswahl

Demokratie statt Parteitaktik!

Von Hans-Jürgen Maurus, SWR, ARD-Hauptstadtstudio

3rd June 2010

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EU will anscheinend alle Suchanfragen speichern und überwachen →

Also eine Erweiterung der Vorratsdatenspeicherung, wieder alles nur zum schutz der Kinder natürlich.

Tagged: piratenpolitikdatenvorratsspeicherungeu

2nd June 2010

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Tagged: zensursula

1st June 2010

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Der Präsident ist fort, es lebe der Präsident

Es ist unglaublich, gestern kam, für mich total überraschend, die Nachricht Köhler tritt zurück. Der Grund, naja irgendwo wars schon eine blöde Aussage gerade für ihn als Wächter des Grundgesetzes ist die Formulierung eines möglichen Krieges aus wirtschaftlichen Gründen nicht gerade gut gewesen, aber ich finde jetzt nicht, dass er deswegen aufgegeben haben sollte.

Jedenfalls ist er jetzt erstmal weg und natürlich wird wieder angefangen Bildchen wie bei Panini rumzuschieben um den Nachfolger zu bestimmen. Der Knaller, man bedenke es geht um die Position der einerseits Repräsentation des Staates und letzter Schutz des Grundgesetzes der Legislative, sind die Vorschläge von der Leyen und der Schäuble. Genau die beiden die es geschafft haben, dass ihr Konterfei von Bürgerrechtlern als Symbol für den Überwachungsstaat und Zensur verwendt wird.

Über Twitter kam jetzt ein viel passenderer Vorschlag, Papier. Ehemaliger Vorsitzender des Bundesverfassungsgerichtes und damit der oberste Grundgesetzschützer der Judikative. Der Vorschlag ist eigentlich super. Alles besser als die beiden bisherigen Spitzenkandidaten. Vielleicht auch eine Idee für die SPD?! Ein guter Gegenkandidat könnte doch vielleicht auch eine Mehrheit sichern, oder? In der Bundesversammlung gibt es doch sicher auch ein paar die sich von Argumenten überzeugen lassen und nicht nur blind der Mama-Merkel folgen.

Hier der Link zur Facebookgruppe

Es muss ja nicht immer etwas spezielles sein… Ist ja wie bei den Demokraten in USA, 1. Frau oder 1. farbiger. Jetzt ist es bei der CDU die 1. Frau oder der 1. gelähmte. Sorry aber so plump kommt es mir vor. Da kommt auch wieder die Gengerdiskussion durch. Kann denn endlich mal wieder Qualifikation zählen und nicht nur Ruf und äußerliche Besonderheiten?!

(Picture Source: http://www.flickr.com/photos/practicalowl / CC BY 2.0))

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Tagged: papierzensursulaschäublebundespräsidentpolitikPolitik

1st June 2010

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Hat sich da was geändert?

Ist euch aufgefallen, dass sich die Abläufe in manchen TV Sendungen geändert haben? Also ich rede jetzt hauptsächlich von Comedy bzw. Standup Sendungen. Früher war das doch so, man bringt am Anfang die Neulinge, die Noobs sozusagen, und nach und nach steigt das Level und am Ende kommt der Headliner, wie bei Festivals, da kommt Alice Cooper auch am Ende. Aber jetzt ist das irgendwie anders, egal ob Nightwash oder RTL2 Funclub, da kommen jetzt am Anfang der Hennes Bender, der Mittermeier oder der Pocher(egal ob ihr Pocher jetzt witzig findet oder nicht!), also die großen Namen des Business und am Ende kommen die Neulinge die doch echt keine Sau kennt. Es kann natürlich sein, dass ich in der “Szene” nicht so tief drinstecke, aber für mich macht das keinen Sinn.
Es heisst doch auch “Man soll aufhören wenns am schönsten ist”, also würde die Sendung ca. 10min dauern.

Warum ist das so? Wer hat entschieden, dass man sein Pulver am Anfang verschiesst und hofft die Leute haben so gute Laune und schauen sich das weiter an? Ich habe teilweise schon in der Mitte ausgemacht, weil da ists einfach nurnoch mittelmässig witzig. Ich würde mir das normal ganz anschauen, wenn die Reihenfolge anders wäre, weil ich wüsste, es kommt ja noch nen Knaller. Bzw. es kann nur besser werden. Normalerweise ist das so. Es baut sich ein Bogen auf. Heutzutage baut man den Bogen ab.

Kann mir das einer erklären?! Ist die Aufmerksamkeitsspanne nichtmehr lang genug? Ich weiss es nicht.

(Picture Source: http://www.flickr.com/photos/ninastoessinger / CC BY 2.0))

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29th May 2010

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Der Schutz der Privatheit und der individuellen Freiheitsrechte sind kein eigenbrötlerischer Individualismus. Sie gehören zur Menschenwürde. Sie sind zentrale Werte des Grundgesetzes. In dieser freiheitlichen Qualität unserer Verfassung liegt ihre integrierende Kraft, nicht etwa in der möglichst lückenlosen Anwendung polizeilicher Eingriffsmöglichkeiten. Daran ändern auch Eitelkeit oder Einfalt mancher Bürger nichts, die ihr Privatleben am Handy in die Gegend brüllen oder in TV-Talks bereitwillig ausbreiten. Daran ändert auch das so gute Gewissen vieler Bürger nichts, die ihr Privatleben mit der Behauptung leugnen, sie hätten nichts zu verbergen. In Wirklichkeit glauben sie, von einem Verdacht verschont zu bleiben. Sie wollen mehr eigene Sicherheit mit der Freiheit anderer bezahlen. Das ist politische Zechprellerei.
— Burkhard Hirsch, “Wehret dem bitteren Ende! – Die Politik verliert im Kampf gegen innere Feinde jedes Maß”, DIE ZEIT 10/2005